Wirtschaftlichkeit

Große Pipelines für großen Durchsatz
Die Kosten der LNG-Kette (Verflüssigung – Seetransport – Wiederverdampfung) sind hoch, aber die technischen Weiterentwicklungen und die kostensenkenden Effekte haben den Aufwand wirtschaftlich vertretbar gemacht. Besonders dann, wenn Erdgas aus Lieferregionen kommt, die noch nicht an das Pipelinenetz angebunden sind oder deren Anschluss nicht sinnvoll ist.
Dennoch: obwohl die Kosten der LNG-Kette in den letzten 20 Jahren um rund 20 Prozent gesunken sind, verlangt diese Technik immer noch beträchtliche Anfangsinvestitionen in Höhe von mehreren Milliarden Dollar, abhängig von Projektgröße, geografischen Gegebenheiten im Produzenten- und Empfängerland sowie den Aufwendungen für den entfernungsabhängigen Seetransport.
Günstige Alternative zum Pipeline-Gas
Die Gründe liegen auf der Hand: Der Bedarf an Erdgas in Deutschland und der EU steigt nach wie vor, gleichzeitig ist aber die europäische Erdgasförderung rückläufig.
Mögliche LNG-Lieferquellen für Europa sind insbesondere
der Nahe Osten sowie West- und Nordafrika. LNG kann zukünftig
als wettbewerbsfähige Alternative zum Pipeline-Gas per
Schiff aus diesen Erzeugerländern zu den Verbrauchern in
Europa transportiert werden.

